Association Kokopelli

Hier werden einige Projekte mit deutschem Text aufgeführt, die Dominique Guillet dem Gründer des Vereins Association Kokopelli geschaffen hat.
Die Texte auf dieser Site sind ein Auszug aus der WebSite von Association Kokopelli.
Diese Seite hier ist noch im Aufbau. Wir bitten um Verständnis

 

 

Annadana ist eine Samen-Genbank, die von einem Garten umgeben ist, in dem nach ökologischen Kriterien Saatgut gewonnen wird. Ihr Ziel ist die Erhaltung, dieVermehrung und die Verteilung von alten Gemüsesorten.

Annadana ist in Indien im Laufe des Jahres 2000 vom Verein Kokopelli, unter Mitarbeit von Stéphane Fayon und seiner indischen Ehefrau Poonam (Bio-Architektin), eingerichtet worden und liegt in Auroville, etwa 10 km nördlich von Pondicherry, im Bundestaat Tamil Nadu.

Das Gebäude der Samenbank, das für die Gewinnung, das Trocknen, die Lagerung und die Verwaltung der technischen und sozialpädagogischen Arbeiten erstellt worden ist, ist im Jahre 2002 durch die Stiftung „Terre Humaine“ subventioniert worden.

Das Gebäude und die Gärten verwenden nur völlig erneuerbare Energien (Solar und Windenergie) und ein wassersparendes Tröpfchenbewässerungssystem.

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Exposee

 

Das seit einem Jahrhundert auf dem Markt erscheinende Hybridsaatgut und später auch noch die „Grüne Revolution“(die indische Agrarrevolution) haben das Verschwinden der ursprünglichen Gemüsevielfalt bewirkt, was den Bauern die Möglichkeit nahm, eigenes sortenechtes Saatgut wiederzuverwenden. Dadurch hatten auch die Endverbraucher keinen Zugang mehr zu einer gesunden, vollwertigen Nahrung. Diese allgemeine Entwicklung blieb auch Indien nicht erspart.

 

In Indien ist die Situation noch viel alarmierender als in Europa. In den von der indischen Regierung im Jahre 1960 veröffentlichten landwirtschaftlichen Werken finden wir noch eine große Anzahl von alten Sorten, die ihren Ursprung in verschiedenen Ländern hatten. Dies ist ein Erbe des Britischen Weltreiches und noch früher von den Handelsniederlassungen der Portugiesen, Franzosen und Holländer in Indien sowie einer reichen Vergangenheit des Handels und Austausches (Beispiel: der in Pondicherry entdeckte Handelsposten der Römer). In unseren Tagen ist es unmöglich, irgendeine Vielfalt in den üblichen Gemüsesorten zu finden. In Europa haben der Geist des Aufstandes, des Individualismus, der Freiheit und der Erhaltung sowie der Reiz des Familiengartens für Menschen verschiedener sozialer Zugehörigkeit zum Fortbestand unseres landwirtschaftlichen und kulturellen Erbes beigetragen.

Das in Indien herrschende mächtige Kastensystem, das die landwirtschaftlichen Tätigkeiten auf eine analphabetische oder wenig gebildete Bevölkerungsgruppe beschränkte, sowie das späte kulturelle Aufwachen des Mittelstandes konnten die Geburt einer fruchtbaren Widerstandsbewegung mit dem Ziel einer Erhaltung der genetischen Erbschaft bezüglich der Gemüsevielfalt nicht ermöglichen.

 

In dieser Hinsicht hat der Verein Kokopelli in Indien ein Zentrum für genetische Ressourcen,  Annadana, errichtet, das die Gewinnung und die Verteilung des von den Bauern wiedervermehrbaren (samenechten) biologischen Saatgutes als Mission hat. Dafür war und ist es immer noch notwendig, die Anstrengung zur Wiedereinführungs der in den vergangenen 50 Jahren verlorenen genetischen Vielfalt der Gemüsenahrungsmittel zu unterstützen.

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Bilanz der Tätigkeiten von Annadana

 

2000-2001

 

Von 2000 bis 2002 hat Annadana die direkte finanzielle, technische und moralische Unterstützung des Vereins Kokopelli genossen. Dominique Guillet, der Gründer des Vereins, blieb während dieser Periode selbst in Indien.

- Inangriffnahme des Projektes Saatgutbank durch Stéphane und seine Ehefrau Poonam.

- Begegnung mit Dominique Guillet und dem Verein Kokopelli.

- Gründung von Annadana.

- Bau eines vorübergehenden Gebäudes für die Lagerung und die Verpackung der Samen.

- Anlage der Gärten, in denen Saatgut produziert und Versuche mit verschiedenen Möglichkeiten des biologischen Anbaus betrieben werden.

- Spende von 50.000 Samentüten zu Gunsten von 25 indischen Hilfsorganisationen sowie Verteilung in den Dörfern tibetischer Flüchtlinge in Indien.

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2001-2002

 

- Annadana schafft sein dauerhaftes Zentrum im Botanischen Garten von Auroville. Einrichtung der ersten dauerhaft angelegten Gärten.

- Die ersten Freiwilligen für eine Periode von 3 bis 6 Monaten.

- Treffen von Hilfsorganisationen aus dem süd-ostasiatischen Raum.

- Spende von 15.000 Samentüten.

 

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 2002-2003     

- Die Leitung des Zentrums von Annadana in Indien wird Stéphane anvertraut; er ist ab jetzt für die Finanzierung, die Geschäftsführung und die Weiterentwicklung verantwortlich.

- Bau der Samenbank (nebenstehendes Photo) für die Gewinnung und das Trocknen des Saatgutes und die Verwaltung. Das Gebäude ist an das Klima angepasst und funktioniert mit Sonnenenergie (finanziert durch die Stiftung „Terre Humaine“).

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Projekte der Jahre 2002-2003

 

- Familiengärten: Entwicklung von 10 biologischen Familiengärten in Auroville. Ein Budget wird durch die holländische Stiftung, „Stitching de Zaieer“ bewilligt.

- Bioregion: Projekt der Entwicklung von Familiengärten mit 4 indischen Hilfsorganisation- en aus Tamil Nadu (Pitchandikulam Bio Ressource Centre, PBRC; Village Action Group,

AVAC; Stiftung für Kleinkredite; International Ocean Institut IOI, Projekt von Tuticorin). Jede Hilfsorganisation nimmt am Bildungsprogramm ihrer landwirtschaftlichen Techniker finanziell teil. Spende von 15 000 Saatguttüten.

- Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft: Einrichtung einer Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft nach dem Konzept eines Schulungszentrums. Neun französische Studenten bekommen die Gelegenheit, eine Periode von 6 Monaten dort zu verbringen, um die ökologischen Techniken und die Gewinnung von Saatgut zu erlernen. Jeder Student beteiligt sich finanziell an der Fortbildung. Die Studenten beteiligen sich an der Gründung und Weiterführung von verschiedenen Projekten in der Bio-Region.

- Die gewährten Finanzbeiträge der verschiedenen, von Annadana initiierten Programme ermöglichen die völlige Finanzierung des Zentrums und der Gärten während des Jahres.

 

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